So kriegst du deine Emotionen in den Griff

Aktualisiert: 20. Nov 2020

Wer kennt diese Tage nicht, an denen einem alles zu viel ist, man sich über jede Kleinigkeit ärgert oder schlicht in einem emotionalen Tief sitzt? Da ist rasche Abhilfe gefragt, um wieder ins gleichgewicht zu kommen.



Es gibt Situationen, in denen unsere Emotionen uns überrollen, und wir nicht verstehen, woher die Emotionen kommen oder was sie bedeuten. Ganz zu schweigen davon, wie wir damit umgehen können. Sie an unseren Mitmenschen auszulassen ist dabei selten eine gute Idee, zumal das die Beziehung zu ihnen belastet. Zum Glück hat das auch die Führungsriege erkannt, denn emotionale Intelligenz gilt inzwischen als der Erfolgsfaktor schlechthin: Wer seine eigenen Emotionen und die seiner Mitarbeitenden erkennen und regulieren kann, hat nicht nur zufriedene Mitarbeitenden, sondern erwirtschaftet auch höhere Einnahmen.


„Wer seine Emotionen regulieren kann, ist nicht nur ausgeglichener, sondern auch erfolgreicher.”

so kannst du deine emotionen regulieren:


1. Introspektion

Wenn man in einer Situation emotional reagiert, hilft es, einen Moment inne zu halten und sich zu überlegen, weshalb man so reagiert. Woher kenne ich dieses Gefühl? Wann in meinem Leben habe ich mich zum ersten Mal so gefühlt? Meistens erkennt man dann, dass unaufgelöste Muster und Prägungen aus der Vergangenheit "getriggert" wurden und Emotionen hervorrufen, die nichts mit der aktuellen Situation zu tun haben. Meist reichen diese Erkenntnis und das Innehalten bereits aus, und die Emotion verfliegt. Ganz nach dem Motto Viktor Frankl's: "Zwischen Reiz und Reaktion ist ein Raum, da liegt die Freiheit zu entscheiden, wie wir reagieren wollen".

2. durchfühlen und loslassen

Negative Emotionen wirken meistens deshalb destruktiv, weil wir sie weg- oder unterdrücken, bewusst oder unbewusst. So kommen Sie immer wieder, bis wir bereit sind, hinzusehen, sie anzunehmen und loszulassen. Nicht die Emotionen selber sind das Problem, sondern unser (unbewusster) innerer Widerstand dagegen. Wir fürchten auch nicht schwierige Situationen, sondern die Emotionen, die diese auslösen, weil wir Angst haben, mit unseren eigenen Emotionen überfordert zu sein. Unaufgelöste negative Emotionen lösen unangenehme Gedanken aus.

In dem Moment, in dem wir die negativen Emotionen aufgelöst haben, verschwinden auch die negativen Gedanken.

Wenn negative Emotionen hochkommen, sollte man sie also nicht wegdrücken, sondern hochkommen lassen. Schau hin, lasse die Emotionen hochkommen und durchfühle sie. Meistens lassen sie so viel schneller nach, als wir fürchten, und wir fühlen uns erleichtert.


3. Meditieren

Natürlich auch das. Wer regelmässig meditiert, ist nachweislich gelassener, gesünder, belastbarer und ausgeglichener. Ob man für sich im stillen Kämmerlein meditiert oder geführte Meditationen bevorzugt, spielt dabei keine grosse Rolle. Wichtig ist die Zeit, die man sich für das bewusste Entspannen, in sich kehren und ruhig werden nimmt. Es ist zu Beginn auch völlig ausreichend, ein paar wenige Minuten pro Tag einfach bewusst seinen Atem zu beobachten. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass sich erste spürbare Effekte bereits nach 100 Minuten Meditationspraxis einstellen. Aus eigener Erfahrung kann ich das bestätigen. Es lohnt sich also, damit anzufangen (gleich nach dem Lesen dieses Blogs ;-)!

4. "The Work" von Byron Katie

Unsere Gedanken erzählen uns nicht immer die Wahrheit; sie können uns in die Irre führen und Leid verursachen. "The Work" von Byron Katie hilft dabei, negative und unwahre Gedanken zu entkräften, indem wir uns folgende vier Fragen stellen: - Ist dieser Gedanke wahr? - Kannst du ganz sicher sein, dass dieser Gedanke wahr ist? - Wie reagierst du, was passiert, wenn du diesen Gedanken glaubst? - Wer wärst du ohne diesen Gedanken? Arbeite diese vier Fragen systematisch und ehrlich durch, und du wirst feststellen, dass viele unserer negativen Gedanken nicht wahr sind und unnötig Leid verursachen. Sich davon zu befreien bringt Frieden auf geistiger und emotionaler Ebene sowie die Einsicht, dass wir nicht unsere Gedanken sind.


Unsere Emotionen haben keine Macht über uns, wenn wir uns nicht mit ihnen identifizieren.

5. Klopftechnik wie EFT

Bei sehr starken Emotionen oder Ängsten kann eine Klopftechnik der Meridiane eine sehr effektive Methode sein, um die Blockaden zu lösen. Zum Beispiel die Emotional Freedom Technique. Diese ist sehr einfach zu erlernen, auch für Kinder. Mehr Informationen finden Sie hier.

6 Waldbaden

Waldbaden (Shinrin Yoku) ist der Trend aus Japan. Beim Waldbaden wird nachweislich Stress abgebaut, das Immunsystem gestärkt sowie Körper und Geist wieder ins Gleichgewicht gebracht. Bereits 20 Minuten pro Woche reichen, um nachweislich positive Effekte auf Körper und Psyche zu erzielen. Noch besser ist es natürlich, gleich mehrere Stunden am Stück im Wald zu verbringen, um so eine tiefe innere Entspannung und Ruhe zu erleben - und den emotionalen Stürmen des Lebens so gelassener begegnen zu können. Mehr Informationen zu Shinrin Yoku sind hier zu finden.



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